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Bereits im 4. Jahr veranstaltete das Schullandheim Mentrup-Hagen ein Sprachcamp für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund.
In diesem Jahr wurden sogar 2 Sprachcamps durchgeführt: das 1.Camp für Kinder überwiegend aus Hagen, das 2.Camp für Kinder aus Georgs- marienhütte. Zielgruppe waren jeweils Schülerinnen und Schüler aus den Grundschulen der 3. und 4. Klassen.


Coronabedingt war lange Zeit ungewiss, ob es in diesem Jahr überhaupt zu diesen Veranstaltungen kommen würde. Recht kurzfristig entschied sich der Vorstand, abgesichert durch die gelockerten rechtlichen Vorgaben und gestützt durch ein mit der Gemeinde entwickeltes Hygienekonzept diese Sprachförderung für die durch die Coronapandemie besonders benachteiligten Kinder aus Flüchtlingsfamilien anzubieten.


Dank der flexiblen und unbürokratischen Unterstützung der Stiftung Stahlwerk konnten in kurzer Zeit Dozenten für das Kreativprogramm am Nachmittag gewonnen werden. Anfallende Kosten für Personal, Verpflegung etc. konnten ebenfalls dadurch abgedeckt werden. Die VHS des Landkreises Osnabrück stellte die Dozentinnen für den Sprachunterricht am Vormittag zur Verfügung. Das Team vom Schullandheim freute sich, endlich wieder in Aktion treten zu können und zauberte jeden Mittag köstliche Mahlzeiten, die von den Kindern dankbar angenommen wurden.


Die Kinder wurden von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr vom Team des Schullandheimes betreut. Zwischen den Sprachblöcken und dem Kreativprogramm bestand immer ausreichend Zeit, die vielfältigen Spielmöglichkeiten des weitläufigen Geländes des Schullandheimes zu nutzen.


Die Lehrenden berichteten übereinstimmend, dass den Kindern Konzentration und kontinuierliches, zielgerichtetes Arbeiten an bestimmten ausgewählten sprachlichen Themen recht schwerfielen. Zudem war trotz der recht homogenen Altersstruktur das Niveau sehr unterschiedlich. Es musste stark individualisierend und differenzierend gearbeitet werden. Diese Herausforderung stellte sich besonders in diesem Jahr dar, da durch das nahezu sechsmonatige Homeschooling gerade bei den Kindern aus benachteiligten Familien die Defizite enorm angewachsen waren.


Umso wichtiger war das Nachmittagsprogramm zum Ausgleich und zur Entspannung. Die Kinder sind mit Waldpädagogen den Tieren des Waldes auf der Spur gewesen, haben Wanderungen zur Teufelsquelle und Almwiese unternommen, wurden dort mit Geschichten einer Märchenerzahlerin unterhalten und haben an zwei Nachmittagen in überaus beeindruckenden Textilprojekten tolle Ergebnisse erzielt. Erstmals war auch eine Yogastunde im Programm, die draußen auf der Terrasse begeistert von den Kindern angenommen wurde.


Insgesamt zeigt sich der Vorstand sehr zufrieden damit, dass nach einer monatelangen Pause das Schullandheim endlich wieder sinnvoll pädagogisch genutzt wurde und denkt über weitere Initiativen für das restliche Kalenderjahr nach, das von den Schulklassen coronabedingt weiterhin nicht in Anspruch genommen wird.

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